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Glasfaser und Internet – Wie flitzen Daten durch das World Wide Web?

KINDERUNI NOVEMBER 2013

Berichte der Kinderunireporter

 

Dünne Fasern, große Wirkung

 

Viele von uns nutzen es täglich, doch die wenigsten wissen, wie es eigentlich funktioniert: Das Internet. Dies erklärten die Professoren Jürgen Winter und Bernhard Gross bei der Kinderuni am 9.11.13 den interessierten 196 Zuhörern. Unter dem Titel „Glasfaser und Internet: Wie flitzen Daten durch das World Wide Web?“ erklärten sie am Anfang wichtige Begriffe zum Thema Internet: Browser, Internetprotokoll (IP), http ( Hyper Text Transfer Protocol) und Websurfer. Browser kommt zum Beispiel von dem englischen Wort „to browse“, was im Deutschen „stöbern“ bedeutet. Möglicherweise stammt der Begriff „surfen“ von einer Amerikanerin, die einen Artikel schrieb und auf ihr Mousepad schaute, das einen Surfer zeigte. Sie nannte den Artikel „Durchs Internet surfen“. IP ist die Web- Adresse, die jeder Rechner braucht um sich ins Internet einloggen zu können. Diese Web-Adresse besteht immer aus mehreren Zahlenfolgen. Möchte man eine Internetwebseite aufrufen, gelangt ein Paket mit der eigenen Internetadresse über Glasfaser zum Webserver. Mit Hilfe der Router (Internetknoten) werden die verschiedenen Internetadressen zur richtigen Webseite geschickt. Wegen der Anordnung der Router wird das Internet auch Web genannt, denn es sieht aus wie ein Spinnennetz. Das haben Jürgen Winter und Bernhard Gross in einem Versuch mit Hilfe der Kinder dargestellt. Das hat die Kinder sehr begeistert.

Doch wie funktionieren Glasfasern überhaupt? Man muss sich das so vorstellen: Glasfasern sind so ähnlich wie eine winzige Röhre. An der einen Seite ist eine Lampe und auf der anderen Seite ist ein Lichtempfänger. Wirft die Lampe Licht in die Röhre, empfängt der Lichtempfänger das Licht. Eine Glasfaser ist dünner als ein Menschenhaar.

Alle Kinder waren begeistert und hörten gut zu. Selbst die Eltern waren interessiert und konnten im Nebenraum der Übertragung der Vorlesung folgen.

Nach der Vorlesung hatten die Kinder die Möglichkeit, in der Mensa zu essen und anschließend konnten 50 Kinder die Workshops besuchen.

 

In einer zweistündigen Radiosendung berichteten die Kinderunireporter live aus dem Hörsaal der Hochschule Rhein Main. Hier gab es spannende Interviews mit Kindern und Erwachsenen zu hören.

 

Annika Knust und Lisa-Marie Gentz

 

 

Von Rauchzeichen zu Nullen

Die Kinder und der Leiter des Workshops, Alfred Sibla vom Institut Two4science, tauschten Ideen aus, wie die Leute früher Nachrichten verschickten. Die meist angesprochenen Arten waren Briefe, Boten, Brieftauben, das Morsealphabet und Rauchzeichen. „Aber wie soll das mit den Rauchzeichen funktionieren?“, fragte der Leiter die Teilnehmer. Eins der Kinder sagte dann, dass man mit einer Decke kurze und lange Zeichen mit dem Rauch von einem Feuer macht. So funktioniert das heute auch noch. Im Internet gibt es auch solche Zeichen, aber mit Nullen und Einsen. Die Zahlen werden in einer bestimmten Reihenfolge aneinander gereiht, sodass sie einen Code ergeben, der später entziffert wird. So etwas Ähnliches erklärte auch Herr Sibla. Er sagte, dass es gar keinen großen Unterschied zwischen heute und früher gibt. Nachdem sie dieses Thema abgeschlossen hatten, machten sie eine kleine Kennlernrunde. Als letztes besprachen sie noch, wie die weiteren Experimente ablaufen sollen.

Susanne Hristov

 

Bildübertragung mit Lichtern

Im ersten Experiment sollten die Fünfergruppen Bilder mit selbstgebauten Geräten verschlüsseln. Beim Bau mussten sie ein Metallplättchen als Schalter einer Glühbirne verwenden. Als Material bekamen sie ein Stück Pappe, eine Glühbirne mit passender Fassung, zwei Klammern, eine 4,5 Volt Batterie und ein Metallplättchen. Wie beim Morsen blinkte das Licht, wenn man den Schalter drückte und so den Stromkreis schloss. Die Gruppen befestigten das Metallplättchen mithilfe der Klammern an der Pappe. Anhand der Tabelle konnten die Empfänger das Bild malen, das der Absender gesendet hatte. Den Meisten ist es schwergefallen, das Bild abzusenden.

Florian Christ

 

Die Polybios Tafel

Anders als in Experiment 1 sind die Tafeln nicht mit Zahlen sondern mit Buchstaben beschrieben. So lernten die Kinder mit Hilfe der Polybios Tafel Wörter zu übermitteln. Jeder Buchstabe war eine Zahl, die man über „Morsen“ übermittelte. So war zum Beispiel 1 runter und 1 zur Seite der Buchstabe A. Wenn aber eine Zahl zwei Buchstaben bedeuteten, weil es nur 25 Buchstaben im Gitter gab, dann mussten sich die Kinder selbst was überlegen. Wenn zum Beispiel X und Y beide 6 runter und 5 zur Seite waren, dann wurde X lang gemorst und Y kurz. So lernten die Kinder auch selbständig Lösungen zu Problemen zu finden. Seraphine fand den Workshop und die Vorlesung sehr gut. Besonders wie man mit Morsen Daten übertragen kann, hat ihr viel Spaß gemacht.

Aaron Gütlich

 

 

Morsen mit Hilfe der Schalttafel

 

Glühbirnen, Batterien, Alufolie und Kabel brauchten die Kinder für den 3. Versuch. Sie bauten eine Schalttafel und sollten dann Buchstaben und Texte senden.

Auf die Schalttafel wurde Alufolie in einer bestimmten Anordnung aufgeklebt. Am Ende der Alufolie wurden Glühbirnen angebracht und mit Kabeln an einer großen Batterie verbunden. Hat man dann einen Schalter runtergedrückt, fing die Glühbirne an zu glühen. Dann haben die Kinder noch eine Tabelle bekommen, auf der stand, welcher Buchstabe, welches Signal hat. Anschließend sollten sich die Kinder bestimmte Wörter mit Hilfe der Schalttafel senden.

Die Kinder fanden diesen Workshop sehr interessant und spannend.

 

Annika Knust